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WARRIORS Saga
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1. Die Hüter der Mysterien

Seit dem Warriors’ Feast 2000 stehen neben den Warlords zwei weitere Personen dem Feast in besonderer Weise vor. Dies sind die Hüter der Mysterien, die jährlich durch ritualisierte Wettkämpfe ausgewählt werden und in erster Linie spirituelle Funktionen haben. Dies hat den Hintergrund, dass das Feast als beständige, traditionalisierte Einrichtung auch einen ideellen Hintergrund hat, den wir für sehr wesentlich halten und der in diesen "Ämtern" seinen symbolischen Ausdruck findet.

Es sollen dabei keine religiösen Gefühle verletzt werden; als Grundannahme setze ich voraus, dass es in der Welt symbolhaft wirkende Kräfte gibt, die im Leben helfen oder hindern können. Durch das Ansprechen dieser Kräfte kann man Kraft oder Heilung erfahren, ob man deren Ursprung nun als Autosuggestion, Wahn, Zufall, Archetypen oder Götter bezeichnet. Die Frage, ob diese Kräfte nun im Inneren des Menschen selbst gründen oder von Aussen herbeigerufen werden, spielt unter pragmatischen Gesichtspunkten kaum eine Rolle, und kann nach persönlicher Erfahrung, Religiosität oder Weltanschauung beantwortet werden. Dass sie wirken, ist naturwissenschaftlich belegt.

In unserer Auffassung verletzt durch die rituellen Handlungen beim Feast niemand seinen Glauben, ob er nun Christ, Jude, Buddhist oder Anhänger anderer Religionsgemeinschaften ist. Selbstverständlich ist das ein recht heidnischer Pragmatismus und viele werden das anders sehen. Die Art, wie derzeit die Anhänger der grossen Offenbarungsreligionen miteinander umgehen, zeigt deutlich, dass diese Traditionen, die sich vornehmlich auf Dogmen und unbeweisbare Jenseitsphantasien gründen, auch nach fast zwei Jahrtausenden wenig Toleranz gelernt haben. Wer mit dem Bieropfer und Anrufungen volkstümlicher Gottheiten/Archetypen Schwierigkeiten hat, sollte von den Wettkämpfen zum Champion und zur Walkürenkönigin zurückstehen.

Zweifellos werden jene, die diese Ämter tragen, diese auch formen. Es wird erwartet, dass beide Funktionen von ihren jeweiligen Trägern weiter definiert und ausgeformt werden.

2. Der Champion des Thor (Einherjer)

Der Champion des Thor repräsentiert die kriegerischen Ideale des Warriors’ Feast. Er wird in einem dem Thor geweihten Kampf für die Dauer eines Jahres aus den Reihen der Krieger des Stahls gewählt. Als Träger des Hammers ist er spiritueller Anker und Wächter des Feast; für Mut, Ehrenhaftigkeit, Stärke und Grosszügigkeit soll er als Vorbild stehen. Schiedsrichter ist er in allen Dingen des Kampfes. Sein Patron ist der mächtige Thor, der alle Hindernisse durch Kraft, Willen und Aufrichtigkeit überwindet. Die Champions bilden als Einherjer den männlichen Teil des Orden von Yggdrasil.

Der Champion kontrolliert die Elemente Feuer und Wind. Er opfert am Vorabend des Feast Bier, um gutes Wetter für den Tag des Kampfes zu erbitten.

3. Die Wahl des Champion

Der Champion des Thor rekrutiert sich aus den Kriegern des Stahls. Das Gottesurteil findet beim Treffen der Krieger (beim "kleinen" Feast) statt. Die Entscheidung fällt im Zweikampf. Die Durchführung der Zeremonie ist Sache des Champions und eines Warlords; der genaue Austragungsmodus wird mit Zustimmung der Kämpfer entschieden.

4. Die Königin der Walküren

Die Königin der Walküren ist die spirituelle Wächterin der weiblichen Anteile des Warriors’ Feast. Symbolisch repräsentiert sie Freyja, Göttin der Liebe und des Kampfes. Sie kontrolliert die weiblichen Elemente Erde und Wasser. Ihre Domänen sind die Tafel, Heilung, Trost, Segnung des Platzes. Bei Unstimmigkeiten schlichtet sie. Ist sie Kämpferin, vertritt sie als Frau gleichfalls die Aufgaben des Champion des Thor, denn Freyja ist auch Kriegsgöttin und die Hälfte der gefallenen Krieger in Walhall stehen ihr zu.

Ihre vornehmste Aufgabe ist es, der Tafel mit dem Trinkhorn Freyjas vorzustehen. Hier grüßt sie die Kämpfer und reicht ihnen nacheinander das Horn mit Met, bis auch der Letzte getrunken hat. Das Horn obliegt ihrer Obhut. Verwahrt sie das Horn zu Hause, so muss sie in dem ungünstigen Fall, in dem sie selbst nicht am Feast teilnehmen kann, Sorge tragen, dass es beim Feast zugegen ist (vorzugsweise in den Händen einer ehemaligen Königin der Walküren). Die versammlung der Walküren bildet den weiblichen Teil des Orden von Yggdrasil.

5. Die Wahl der Königin

Die Abstimmung der Zeremonie zur Kür der neuen Hüterin ist Sache der Königin und des Champions. Das Urteil kann, muss aber nicht, durch Speerwurf entschieden werden. Es sollte nach Möglichkeit Vorteile durch Körperbau, Fertigkeiten etc. einzelner ausschließen. Aufgabe der bestehenden Königin ist hier die Abhaltung der Zeremonie, Weihe der Speere und ähnliches. Das Urteil wird jährlich auf dem Winter-Feast abgehalten.

Antreten kann jede Frau, die

- im zweiten Jahr beim Feast dabei ist,

- ihre Teilnahme für das kommende Jahr garantiert,

- bereit ist, die Aufgaben der Königin der Walküren auf dem Feast auszuführen.

 Sie muss nicht notwendigerweise zu den Kämpfern gehören.