Der Weg des Kriegers
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Übersetzung und Ergänzung von Alfhari 10/2006

DER WEG DES KRIEGERS

Nach unserem Verständnis ist Krieger nicht gleichbedeutend mit „Söldner“ oder „Soldat“. Die Jahrtausende der menschlichen Geschichte haben mittlerweile dazu geführt, dass in bewaffneten Konflikten zwischen Staaten der Mensch zu einer Nummer verkommt. Dieses ist das Wesen der Zivilisation.

Vielfach wurde geschrieben, dass der Krieg das Beste im Menschen zum Vorschein bringt. Das ist falsch. In erster Linie bringt er das Schlechteste zum Vorschein. Das Menschen im Angesicht des Verderbens über sich selbst hinauswachsen, ist nur die andere Seite der Medaille.

Widerstand gegen die Übermacht stärkt den Charakter, sofern er dabei nicht gebrochen wird. Dies trifft für alle Bereiche des Lebens zu.

Krieg ist nicht der natürliche Zustand der Menschheit – auch wenn zynische Philosophen und Politiker nicht müde werden das zu behaupten. Krieg ist das Auslöschen von Leben, die zügellose Vervielfachung des Leides, die Weigerung am Leben der menschlichen Gemeinschaft teilhaben zu können. Der Krieg muss stets die letzte Möglichkeit sein, denn im Krieg kann man nicht gewinnen. Nationen können (vielleicht) gewinnen. Der Mensch kann nur hoffen zu überleben.

Nur die dunklen Götter gewinnen immer durch den Krieg.

Nach unserem Verständnis steht Krieger nicht für einen Beruf sondern für eine bestimmte Geisteshaltung. Er (oder auch Sie!) ist wachsam und bereit im Falle eines Angriffs zu kämpfen. Er ist bereit nach seinem Herzen zu leben - geleitet von seinem Ehrempfinden und seinem Gewissen. Er ist da, um diejenigen zu verteidigen, die ihr Vertrauen in ihn setzen, die sich auf ihn verlassen; diejenigen, die nicht für sich selber kämpfen können. Er ist ein Hüter, ein Beschützer und möglicher Weise auch ein Heiler.

Ein Krieger steht für eine Gemeinschaft, die auf sich selbst vertraut. Er besitzt Mut, Willenskraft und Entschlossenheit. Er übernimmt Verantwortung. Er schaut nicht zur Seite.

 Um so leben zu können muss man sich bewusst sein, dass das Leben viele Schicksalsschläge für einen bereithält. Aber das Schicksal ist nicht grausam – es ist blind. Man kann es nicht für die Unannehmlichkeiten im Leben verantwortlich machen. Halte Dich daran nicht auf! Hindernisse sind dazu da überwunden zu werden. Wenn Du fällst musst Du wieder aufstehen. Vielleicht wirst Du daran sterben. Aber so ist der Lauf der Dinge.

Der Krieger weiß, dass das Leben eine Bedeutung hat. Jedes Lebewesen hat sein Schicksal – seinen Zweck. Er mag Dir nicht bekannt sein oder unbedeutend erscheinen, aber lass Dich davon nicht beirren. Wir sind alle Teil von etwas Größerem. Man kann seinem Schicksal nicht entrinnen, aber man hat die Entscheidung darüber, wie gut oder schlecht man damit umgeht. Ein Lachs kann nicht außerhalb des Wassers leben, aber er kann gegen den Strom schwimmen. Das ist unser Standpunkt.

Ein Krieger lebt bewusst. Er nimmt seine Umgebung wahr. Er handelt nach seinem freien Willen und nicht aus Unsicherheit. Stelle fest, welche Deiner Gefühle aus Deinem innersten Selbst kommen und welche Dir aufgrund Deiner gesellschaftlichen Konditionierung aufgezwungen wurden. Lerne sie zu unterscheiden. Nur wenn Du Dich selber kennst kannst Du frei sein.

Trainiere Deinen Verstand und bewahre Deinen Körper. Verstand, Körper und Geist bilden bis zu unserem Tod eine Einheit. Wenn Du zu schwach bist, kannst Du Deine Erkenntnisse nicht umsetzen. Und ohne Verstand ist der stärkste Körper nutzlos.

Sei Dir Deiner Vergangenheit bewusst und denke an die Zukunft, aber lebe in der Gegenwart. Es gibt nur eine Zeit: Jetzt! Und es gibt nur einen Ort: Hier! Denke stets daran.

Ein Krieger ist stets vorbereit und zufrieden. Er ist sich seiner selbst bewusst und weiß, dass er sterben wird. Daraus gewinnt er sein Selbstvertrauen. Er ist glücklich ohne eines besonderen Grundes zu bedürfen. Das ist die Gabe des Kriegers.

Wenn Du danach lebst, dann folgst Du dem Weg des Kriegers.

Dann passt auch Du zum WARRIORS’ FEAST!!

Meredyth 2000/Alfhari 2006